Die Türe öffnete sich lautlos. Langsam, mit wohl bedachtem Schwung und endlicher Kraft,- gleichsam ein Spiegelbild der Stimmung und der physischen
Verfassung derjenigen Person, die diese Bewegung ausgelöst hatte.
Als Kaji schließlich in den dunklen Raum trat, stieß er einen langen, von Müdigkeit geprägten Seufzer aus. "Schlaf." flüsterte er vor sich hin.
Aber wie dem auch sei.. Er wusste, dass der Schlaf ihm nicht einfach in den Schoß fallen würde. Überhaupt fiel ihm eigentlich nie etwas in den Schoß. Seien es nun
Informationen oder persönliche Dinge, wie Bequemlichkeit und Lebensqualität. Meist bedeutete ein Zugewinn bei Einem, Abstriche beim Anderen machen zu müssen. Und so war e
auch dieses Mal. Kaji hatte in letzter Zeit nur sehr wenig Schlaf bekommen. Besonders seit Kommandant Ikari ihm diesen Auftrag gegeben hatte.
Kaji verfluchte sich selbst dafür, das er den Auftrag angenommen hatte. Was als ein einfacher Job begonnen hatte, entwickelte sich mittlerweile zu einem interessanten kleinen
Puzzle. Unter normalen Umständen hätte ihm solch ein Puzzle gefallen... aber mittlerweile war die ganze Sache so verzwickt und undurchsichtig geworden, dass sie ihn vom
Lösen anderer 'Puzzles' abhielt.
Vielleicht hatte der alte Bastard dieses neue Puzzle ja nur kreiert um ihn zu beschäftigen und bei Laune zu halten.
Wenn es so wäre, dann würde es Kaji gar nicht wundern.
Obwohl... Er bezweifelte, dass der allwissende Kommandant so weit gegangen wäre die gesamte zweite Niederlassung von NERV zu opfern, nur um den kleinen abgetakelten Agenten Kaji
für eine Weile vom Strick zu haben,- wenn es doch um so vieles einfacher gewesen wäre, ihm eine Kugel in den Kopf zu jagen. Man hätte auch viel weniger vertuschen
brauchen...
Ein Lächeln ging über sein Gesicht, als er seine Waffe sicherte und sie wieder zurück in den Halfter steckte. "Die Luft ist rein, Sie können sich zeigen."
Nicht viele Leute wussten, dass der Kommandant von NERV nur äußerst selten unbewaffnet war.- Und das er heute dann auch keine Ausnahme gemacht hatte, konnte Kaji in dem Moment
feststellen, als er das Licht einschaltete und Gendo Ikari mit seiner dunklen, blank polierten, halbautomatischen Waffe im Schoß auf dem Bett sitzen sah.
"Agent Ryuji" sagte Gendo knapp und mit einer Stimme, die irgendwo zwischen herablassend und gelangweilt lag. "Sie sind zu spät."
"Ein paar Turbulenzen." gähnte Kaji und ging hinüber zum Kühlschrank. "Kann ich Ihnen etwas zu Trinken anbieten, Commander?"
"Nein."
"Oh. Na ja, wie Sie wünschen." Kaji grinste. Er traute niemandem, der nicht hin und wieder einmal einen über den Durst trank, und das Einzige, das ihm im Augenblick ein wenig
beruhigte, war die Gewissheit, dass Gendo Verwendung für ihn hatte. Und so lange das so blieb, konnte er sich ein wenig entspannen.
Als er von seinem Ausflug zum Kühlschrank zurück kam, hielt er ein halbes Sandwich, das er sich als Snack aufgehoben hatte, und eine Flasche Bier in den Händen. Gendo
verzog zwar keine Miene, aber dennoch wusste Kaji genau, dass die Geduld des Kommandanten bald zu Ende wäre. "Ich nehme an, Sie wissen über das Verschwinden der zweiten
Niederlassung Bescheid."
Gendo nickte. "Die MAGI-Computer haben von dem Vorfall berichtet kaum dass er eingetreten war." Die Gläser seiner Brille schimmerten im gedämpften Licht. "Ich war neugierig zu
erfahren, ob Sie es geschafft haben rechtzeitig dort heraus zu kommen."
"Es war knapp." meinte Kaji und nahm erst noch einen großen Bissen von seinem Sandwich bevor er schließlich eine kleine Aktenmappe auf das Bett warf,- direkt neben die Stelle
an der Gendo saß. "Aber ich habe ein paar recht... interessante... Dinge herausgefunden, die die MAGI-Computer vielleicht übersehen haben."
"Fahren Sie fort." meinte Gendo mit einem Nicken, während er begann den Inhalt der Aktenmappe zu studieren.
Kaji seufzte. "Nun ja, Sie hatten recht. Einer von SEELEs Leuten hatte die Daten manipuliert. Er wusste wahrscheinlich auch genau wie er es anstellen konnte ein Dirac'sches Meer zu
erzeugen."
"Etwas in dieser Art hatte ich von den Alten Männern erwartet." Ein kleiner Seufzer verdrängte für Augenblicke Gendos sonst so emotionsloses Äußeres.
"Trotzdem.. Es ist eine Schande, das all die Aufzeichnungen verloren sind." Kaji beobachtete mit einem Schmunzeln wie Gendo durch die Unterlagen blätterte. "Es wäre schön
gewesen diese nervigen Versorgungskabel endlich loszuwerden. Eines davon hat mich letztes Mal beinahe platt gemacht, als Asuka es abgeworfen hat."
Ein kleines Lächeln erschien auf Gendos Gesicht. "Ja, das 'Second Children' ist in der Tat ein wenig unbekümmert in diesen Dingen."
"Wie auch immer...Wie Sie ja sehen, zeigen die nächsten Fotos den Krater, den uns die zweite Niederlassung bei ihrem Verschwinden dankenswerter Weise zurückgelassen hat."
"Ich habe Sie nicht nach Nevada geschickt um Fotos zu machen." warf Gendo unbewegt ein.
Kaji nahm einen großen Schluck aus seiner Bierflasche bevor er antwortete. "Schauen Sie sich das fünfte Foto von oben an."
Gendos Augen blinzelten wie in Zeitlupe, als er das bezeichnete Bild studierte. "Hmm..."
Es war das Bild eines Fußabdruckes.
So für sich gesehen kein ungewöhnlicher Anblick... wäre da nicht die unglaubliche Größe dieses Fußabdruckes gewesen und der LKW, der zur Hälfte platt
getreten worden war. Zweifellos musste es sich um etwas relativ Schweres mit großen Füßen handeln. Ein 'schwerer Großfuß' sozusagen, der es, wie Gendo auf den
nächsten Bildern sehen konnte, ziemlich eilig gehabt hatte den Schauplatz zu verlassen, denn seine Fußspuren führten geradewegs zum Horizont.
"Evangelion Einheit-04." summte Gendo.
"Das Merkwürdige ist, dass ihn niemand gesehen hat. Die US-
Behörden haben auch keinerlei Sensor-Aufzeichnungen von dem Vorfall, hauptsächlich natürlich weil die dafür zuständigen Computer-Systeme in dieser Gegend
größtenteils zur zweiten Niederlassung gehörten, und mit ihr untergingen." Er nahm noch einen Schluck von seinem Bier. "Offiziell heißt es bereits, dass der EVA bei
der Explosion zerstört wurde."
"Gut." Gendo nickte. "Das wird uns genügend Zeit geben herauszufinden, ob SEELE ihr eigenes Dummy-System bereits fertiggestellt hat."
"Wenn, dann wäre das aber ein interessante Methode gewesen, es zu testen." Kaji zuckte mit den Schultern. "Ich habe jedenfalls keine Hinweise auf die Entwicklung eines Dummy-
Plugs gesehen während ich in der Einrichtung war. Vielleicht haben sie ja auch das 'Fourth Children' gefunden."
Gendo runzelte die Stirn. "Das wäre aber sehr...interessant."
"Das denke ich allerdings auch." Kaji nahm sich einen Moment Zeit um sein Sandwich aufzuessen. "Und wegen der anderen Sache..."
"Was haben Sie herausgefunden ?" Gendo schaute auf und hielt eine kleine Datendisk in den Händen, die er zusammen mit den Fotos in der Aktenmappe gefunden hatte.
"Nichts." gestand Kaji ein. "Zumindest nicht während ich dort war. Was auch immer sie getan hatten,- alle Spuren waren bereits verwischt worden, als ich angefangen habe zu
ermitteln." er schmunzelte "Die MAGI-Computer in der Zweiten Niederlassung waren bei weitem nicht so... empfindlich...wie unsere zu sein scheinen. Außerdem hatte man kurz bevor ich
dort ankam gerade eine Wartung und Säuberung des Hauptspeichers vorgenommen.- Alles eine Routine-Prozedur natürlich."
"Natürlich." Gendo grinste wissend. "Aber was ist dann auf dieser Disk?"
"Zugangsdaten des Personals der letzten zwei Monate." erklärte Kaji. "Daten von jedem, der auch nur im Entferntesten Zugang zum Magi-System hatte, und was noch wichtiger ist, auch
die Zeit, die Protokolle der Notfall-
Verbindungen zwischen den Magi-Systemen zu knacken."
"Wissen wir was verändert wurde?" fragte Gendo.
"Ich habe immer noch keinen Weg gefunden, es herauszufinden." Kaji zuckte mit den Schultern. "Nach allem, was wir wissen, ist das, was auch immer dadurch passieren sollte, bereit
passiert. Es könnte so etwas Simples wie Geldtransaktionen sein, die irgendeiner in der Zweigstelle noch schnell abwickeln wollte, bevor die da drüben die Sau rausgelassen
haben. Oder ein Systemcheck... Aber vielleicht haben irgendwelche Leute in der dritten Niederlassung in Berlin auch nur einfach ein paar Ampelschaltungen manipuliert, damit sie nicht
immer vor roten Ampeln stehen, wenn sie am Morgen zur Arbeit fahren." Er lächelte. "Oh bei Gott, ich würde es tun wenn ich könnte."
"Wie auch immer... auf dieser Disk sind die Namen der in Frage kommenden Personen. " er gähnte. "Natürlich ist es eine verdammt lange Liste. Aber ich bin sicher, dass Sie und
der Doktor den Kreis der Verdächtigen sehr schnell eingrenzen können. Ich habe schon ein wenig damit begonnen, aber nichtsdestotrotz habe ich Ihnen die komplette Liste
übergeben."
Gendo nickte und begann die Aktenmappe mit all den Fotos und Unterlagen wieder zusammenzulegen. "Einmal mehr haben Sie sich als nützlich erweisen, Agent Ryouji." er stand auf, und
ging an Kaji vorbei, der währenddessen seelenruhig sein Bier trank. "Darf ich davon ausgehen, dass Sie sich auch weiterhin mit diesem Fall befassen werden?"
Kaji lächelte und nickte. "Es scheint ein interessantes Puzzle zu sein, Sir. Ich werde einmal sehen, was ich sonst noch so an Informationen ausgraben kann."
"Gut." Gendo nickte und öffnete die Tür des Appartements. "Dann wünsche ich Ihnen eine gute Nacht."
Kaji nickte während sich die Tür hinter Gendo schloss. Das Bier in der einen Hand, griff er mit der Anderen in die Tasche seiner Jacke und zog eine weitere Optische Disk
hervor, die identisch zu der Disk war, die er Gendo Minuten zuvor ausgehändigt hatte. Kritisch beäugte er den Datenträger während er einen Schluck aus der Bierflasche
nahm.
"Uups." flüsterte er. "Habe ich doch glatt vergessen ihm den Nachtrag zu der Liste zu geben."
Er seufzte und trank den Rest seines Bieres in einem Zug aus. Schließlich ging er hinüber zu seiner Wäschekommode und öffnete eine der Schubladen ein Stück
weit... er reichte in die halboffene Schublade und drückte einen Knopf auf einem versteckten Schaltbrett, am Rande der Deckplatte.
Einen Augenblick lang war ein metallenes Scharren und Kratzen zu hören, dann aber öffnete sich die Schublade wie von Geisterhand, und zum Vorschein kam ein kleine
Kästchen. Es war aus Blei gefertigt, und beherbergte in seinem Inneren ein kleines Notizbuch, welches Kaji dann auch aufhob.
Er zog den kleinen Stift heraus, der in den Buchrücken eingeklemmt war, und schlug eine unbeschriebene Seite auf. Bedächtig langsam begann er das Datum des Tages auf das leere
Blatt zu schreiben.
"Wo soll ich nur beginnen?" flüsterte er sich und dem Buch zu.
"Mutter."
Shinjis Stimme klang abwesend, während er gebannt auf die Zimmerdecke über seinem Bett starrte. Das beklemmende Gefühl von blutartigem LCL um ihn herum war vertrauten und
beruhigenden Erinnerungen gewichen.
Beinahe kam es ihm vor, als ob Rei an seiner Seite war, denn tief in ihm war diese seltsame Zufriedenheit, die er immer in ihrer Gegenwart verspürte. Die Gewissheit, dass er einfach
die Augen schließen, und sich sicher fühlen konnte... egal wie schrecklich der Tag auch gewesen war.
Doch auch wenn es das gleiche Gefühl war, im Moment war es um so vieles stärker. Und es gab keinen Zweifel, dass es nicht allein seine Einbildung war.
Warum nur fühlte er sich so? Jetzt, wo er einfach nur auf seinem ungemachten Bett lag, und diesen penetranten Geruch von Blut und Chemikalien in der Nase hatte, der einfach nicht
verschwinden wollte, egal wie oft er sich auch waschen würde.
Stundenlang hatten sie ihn im Krankenhaus auf den Kopf gestellt; langwierige, ermüdende Untersuchungen,- aber dennoch war da diese innere Unruhe, die ihn jetzt einfach nicht
einschlafen ließ.
Doch im Moment verschwanden all diese Gedanken einmal mehr aus seinem Kopf, als er in Zeitlupe die letzten Sekunden allein dort in dieser Zugangskapsel Revue passieren ließ.
"Mutter..."
Und auf einmal war dieser Wille da gewesen,- der Wille einen jeden wiederzusehen. Warum nur hatte er das gewollt? Warum nur, wo er doch zugegeben hatte, dass er alles einfach satt hatte?
All den Schmerz... all die Erinnerungen, von denen er immer gedacht hatte, dass sie seine Zuflucht wären...- Ihm Freude bereiten würden...
Wenn es doch eigentlich nur eines simplen 'Baka' von Asuka bedurfte, damit er sich besser fühlte...
Shinji schloss seine Augen. Er wollte das alles aus seinem Kopf verdrängen. Er wollte nicht mehr denken...
Aber...
Er musste es tun. Etwas in seinem Kopf zwang ihn weiterzumachen. Und so begann er einmal mehr sich selbst Fragen zu stellen. Er fragte sich, mit wem oder was er dort im Entryplug geredet
hatte. Der Shinji in seinem Kopf,- war er das nun selbst, oder war es vielmehr sein 'wahres Ich' ?
Und...
Warum nur war sein Lehrer dort? Sensei Kaoru? Wie passte er dort hinein,- an der Seite von seinem Vater, Misato, Asuka, Rei, und all den anderen?
Asuka.
Der arme Shinji fiel beinahe aus dem Bett, als ihn ein Klopfen an seiner Zimmertür aufschreckte. "AHHHH!"
Asuka steckte ihren Kopf ins Zimmer und runzelte die Stirn. "Na SCHÖN!" flüsterte sie. "Wenn du dich so anstellst, dann gehe ich wieder!"
"Nein!" Shinji erholte sich schnell von seinem Schreck und holte tief Luft. "Du.. du hast mich nur überrascht..." flüsterte er zurück.
Sie musterte ihn. "Du Hentai hast doch nicht etwa an dir herumgespielt, oder ?"
"NEIN! HAB ICH NICHT!" schrie er nahezu.
"Dann ist ja gut." Ihr leicht verärgerter Blick verkehrte sich ins Gegenteil als sie ins Zimmer trat und die Tür hinter sich schloss.
Erst jetzt fiel Shinji auf, dass sie einen seidenartigen, pinkfarbenen Pyjama trug, anstelle der üblichen Kleidung, mit der sie sonst am Abend herumzulaufen pflegte. Doch Gedanken
über ihre Wahl der Abendgarderobe wurden mit einem Schlag Nebensache, als er sah, dass sie nur wenige Knöpfe am Oberteil ihres Schlafanzuges geschlossen hatte.
"A...a...a..."
"Asuka heiße ich." Sie grinste verschlagen als sie sich neben ihm auf das Bett setzte. "Und?"
"Wa...wa.."
"Willst du mich hier so im Kalten sitzen lassen?"
Shinjis Gehirn erholte sich gerade soweit, dass er ein "Äh.. darf ich bitten?" herausbrachte.
"Hmm." Sie zwinkerte ihm zu. "Bei solch einer lieben Einladung, wer könnte da widerstehen?"
Shinji zitterte am ganzen Körper als Asuka die Decke hob und zu ihm ins Bett kroch. "A... Asuka... was hast du vor?"
"Ich will bei dir schlafen, Baka." sie runzelte verärgert die Stirn. "Oder wonach sieht das hier aus?"
Shinjis Nasenbluten wäre fast eine zweite Sintflut geworden, als er sie das sagen hörte.
Als Asuka seine leicht verschreckte Reaktion bemerkte, warf sie ihm einen kurzen, bösen Blick zu... Doch schon Augenblicke später lächelte sie wieder und rollte sich
herum, bis sie auf ihm zu liegen kam. Sie setzte sich auf seinen Bauch und sofort schnappte Shinji nach Luft; Schock und blanke Angst stand in sein Gesicht geschrieben.
"Mein GOTT, Shinji! Du kennst doch wohl hoffentlich den Unterschied zwischen 'bei jemandem schlafen' und 'Sex mit ihm haben', oder etwa nicht?"
"Ähh... ja schon... aber..." erst jetzt bemerkte sein Gehirn, was sein Mund plapperte und sein Gesicht nahm die Farbe von 'Rote Beete' an. "Oh... ja... Ich denke schon..." er
schluckte, und sah ihr in die Augen... immer versucht nicht zu sehr auf dieses unglaublich sanfte und warme Gewicht zu reagieren, dass da auf seinem Bauch saß. "Tut mir leid..."
Sie nickte, doch sofort war da wieder dieses hinterhältige Grinsen auf ihren Lippen. "Obwohl ich dir gern den Unterschied zeigen kann..." sie beugte sich zu ihm hinunter bis ihre
Lippen nur noch Zentimeter von seinen entfernt waren. "Wenn du willst..."
Shinji war wie versteinert... ...und mit einem Mal, waren all die Gedanken an seine Mutter wie weggeblasen, und bei Gott das Letzte, mit dem er sich beschäftigen wollte.
"Asuka! Bitte hör auf mich zu necken!" er wand sich unter ihrem Gewicht.
Sie aber grinste nur. "Wer sagt denn, dass ich dich necke?"
"Ihhh!"
"Armer Shinji...." flüsterte sie mit einem Grinsen. "Du siehst so hilflos aus." Sie seufzte als sie von ihm hinunter rollte und sich neben ihm in die Kissen fallen ließ.
Er blinzelte. "Asuka, warum bist du hier?"
"Brauche ich einen Grund dafür?" sie tat ihr Bestes verärgert zu klingen.
Er nickte. "Na ja... Ja..."
Asuka versuchte seinen Blicken auszuweichen. "Ich wollte halt sicher sein, dass du okay bist, Baka." Sie sah ihn wieder an. "Die sind alle richtig durchgedreht wegen dem, was heute
passiert ist... und da dachte ich, dass ich mich eigentlich mal selbst vergewissern könnte, dass du WIRKLICH in Ordnung bist." Sie rollte herum und drehte ihm den Rücken zu.
"Die Ärzte wollten mir nichts sagen. Ich... na ja... Ich habe mir Sorgen um dich gemacht."
Shinji zwinkerte verwundert. Das war die Einzige Reaktion, die er zustande brachte.
"Aber wie es scheint bist du ja Okay. Wenn du willst,... dann werde ich gehen..."
"Ich habe dich gesehen." flüsterte Shinji.
Asuka drehte sich zu ihm um. "Was?"
"Ich habe dich gesehen..." ziemlich schnell wurde er rot. "Ich meine...im Inneren des Engels...da...da hab ich begonnen Dinge zu sehen."
Aber auch ihre Wangen erröteten leicht. "Was hast du gesehen?"
"Nicht.. Nicht viel. Außer.." er schluckte. ".. na ja, ich habe uns gesehen... damals... in der Nacht, in der wir uns geküsst haben..."
Asukas Augen strahlten mit einem Mal. "Wirklich?"
Er nickte. Und noch bevor er sich versah, hatte sie ihre Arme um ihn gelegt, und ihre Lippen trafen sich zu einem zärtlichen Kuss.
Weniger überrascht als beim ersten Mal, begann Shinji sofort das Wissen auszuspielen, das er bei ihrem letzten Kuss gewonnen hatte, und Asuka schien es sehr zu genießen.
Sie schmiegte sich ganz eng an ihn... und obwohl sie es sich natürlich nicht nehmen ließ, auf ihm zu liegen... ergab sie sich ganz seiner Führung und genoss es in seiner
Gewalt zu sein...
Shinji war ein wenig überrascht, als er mit einem Mal etwas Salziges schmeckte, das in die Ecken seines Mundes kroch.
Noch bevor er fragen konnte, was los war, unterbrach Asuka den Kuss und begann an seine Schulter gelehnt zu schluchzen. "Es tut mir so leid, Shinji..." flüsterte sie unter
Tränen.
"Warum?" fragte er, unsicher was er tun oder sagen sollte.
Asuka brauchte eine ganze Weile um sich zu fassen. Dann aber hörte ihr Schluchzen auf, und ihre Tränen wurden von einem Ärmel ihres Schlafanzuges fortgewischt.
"Ich..." seufzte sie. "Ich hatte so schreckliche Angst." flüsterte sie... obwohl sie sich eigentlich gar nicht im Klaren war, wovor sie eigentlich Angst hatte.
Shinji brachte ein schwaches Lächeln zustande. "Ich hatte auch Angst."
Eine ganze Weile lang lagen sie einfach nur da und sahen einander in die Augen,- ihre Gesichter nicht weiter von einander entfernt, als ein einzelnes Kopfkissen es zuließ. Sehr
schnell fühlten sie sich sehr bequem und entspannt.
So entspannt, dass Shinji nichts einzuwenden hatte, als Asuka mit einem Mal ihre Arme um ihn schlang, und ihn einlud bei ihr das Selbe zu tun. So lange sie ihre Augen offen hatten,
ließen ihre Blicke nicht ein einziges Mal von dem Anderen ab oder streiften umher... und es verging eine ganze Stunde, bis ihre Augenlider immer schwerer wurden, und Shinji
schließlich einschlief.
Asuka blieb noch einen Augenblick länger wach und betrachtete ihn.
"Ich habe dich auch gesehen." flüsterte sie schließlich noch leise, und dann folgte auch sie ihm in den Schlaf.
Ende der Lehrer-Ausgabe Teil 1
Fortsetzung folgt...
Anmerkung von Author:
So das waren also Zehn Lektionen 'Höhere Schule'
Lasst mich euch sagen, dass alles gerade erst beginnt. Ein
paar neue Handlungsstränge haben sich während der letzten
Lektionen aufgetan, und so einiges anderes ist zu einem
Abschluss gekommen.
Aber WER zum Teufel IST KAORU?
Mag Asuka ihn?
Mag Asuka Shinji?
Mag SHINJI Kaoru?
Was oder auch mit wem wird es Rei treiben?
Wer hat sich in das MAGI-System gehackt?
Und wo ist Einheit-04 hin verschwunden? ^_^
Oh ja, es beginnt gerade erst.
denkt euch bitte die Standard-Gendo-Pose an dieser Stelle
Homepage: http://www.geocities.com/Tokyo/9110
E-Mail: strikef@bigfoot.com
Strike Fiss, Ninja Crowbotics 2000. Khattam-Shud, EOF.