Misato gähnte.
Etwas, das sie in letzter Zeit sehr häufig tat, und das Anlass zu der Schlussfolgerung gab, dass sie nicht die Menge an Schlaf bekam, die sie hätte gebrauchen können.
Immerhin hingen ja Dank der guten, alten Mutter Natur das Gähnen und der Schlaf irgendwie miteinander zusammen, und man konnte von dem Vorhandensein des Einen auf das Fehlen de
Anderen schließen...
"Alles okay, Major?" schallte Ritsukos Stimme vom anderen Ende des Aufenthaltsraums herüber.
Der Major nickte. "Bring mir einfach nur einen Kaffee mit, dann werde ich es schon überleben." meinte sie und drehte sich herum. Ein Lächeln erhellte ihre müden
Gesichtszüge, als sie sah, dass ihre Freundin schon einen zweiten, extragroßen Becher Kaffee in den Händen hielt.
"Warum bist du denn so müde?" fragte Ritsuko, als sie gegenüber von Misato Platz nahm und ihre Brille absetzte um ihre Nase zu reiben. "Hat Kaji in letzter Zeit seine
Wochenenden mal wieder bei dir verbracht?"
"WA..WA..WAS!?!" stotterte Misato und Ritsuko grinste hämisch. "Natürlich nicht!" Sie runzelte die Stirn. "Ehrlich gesagt habe ich ihn schon eine ganze Weile nicht mehr
gesehen. Normalerweise lässt er sich wenigstens hin und wieder mal blicken..."
"Und wer ist dann der Glückliche?" Ritsuko ließ nicht locker. "Ich bezweifele nämlich stark, dass es an zuviel Arbeit liegt, dass du nicht zum Schlafen kommst. Seit dem
die Aufräumarbeiten beendet sind, war ja wirklich nicht mehr allzuviel los." Sie grinste. Aufräumarbeiten war schon eine komische Bezeichnung für die Entsorgung von Gewebe
und geronnenem Blut im Tonnen-Maßstab, wozu in der Regel Ströme von Wasser und hochkonzentrierte Industriereiniger nötig waren.
"Nein, das ist es nicht." Misato gähnte erst noch einmal bevor sie einen Schluck Kaffee nahm. "Wenn es um einen Kerl ginge, dann würde ich mich sicher nicht beschweren." Sie
grinste verschmitzt.
Ritsuko zuckte mit den Schultern. "Was dann???"
"Es sind die Kinder." meckerte Misato. "Ich weiß nicht warum sowas immer mir passieren muss."
"Asuka und Shinji?" Ritsuko zwinkerte verwundert. "Warum? Was machen sie denn?"
"Ich meine, ich will ihnen die Freude ja nicht verderben..." Misato gähnte. "...aber sie tun es JEDEN ABEND!"
KLOCK! Ritsuko wäre ihr Becher beinahe aus der Hand gefallen. "Wie bitte???"
"Na ja, ich weiß zwar nicht wie lange das mit den beiden jetzt schon so geht... Aber so wie es sich anhört, muss es schon ne ganze Weile so gehen." Langsam und genüsslich
nahm Misato einen Schluck Kaffee, während Ritsuko sie nur stumm und unverständig ansah. "Ich wünschte nur sie würden es wenigstens nicht tun, wenn ich zu Hause bin.
Gut der Kaffee, übrigens."
"Aber..." die Wissenschaftlerin schnappte nach Luft. "Solltest du nicht lieber zu Hause zu sein um sie davon abzuhalten?"
"Warum sollte ich sie davon abhalten?" Misato hob eine Augenbraue "Ich meine, soll ich ihnen das bisschen Spaß, das sie haben, auch noch ruinieren?"
"Du meinst, du versuchst nicht einmal sie davon abzuhalten es zu tun?!?!" Ritsuko zwinkerte verwundert. "Wissen sie, dass du es weißt?"
"Natürlich wissen sie es." erwiderte sie und zuckte mit den Schultern "Ich meine, wie hätte ich es nicht bemerken sollen. Sie tun es ja unentwegt." Sie kicherte in sich hinein.
"Sie haben mich sogar einmal gefragt, ob ich nicht mitmachen will... Aber das wäre mir dann doch etwas zu peinlich gewesen. Ich meine es ist ja schon eine ganze Weile her, seit ich
es das letzte Mal getan habe."
Ritsuko wurde schneeweiß...und einen Augenblick später rot wie ein Feuermelder.
"Na ja, ich meine, sie sind zwar auch noch nicht perfekt, aber ich bin im Vergleich dazu wohl ein bisschen zu sehr aus der Übung." fuhr Misato fort zu erklären. "Wenn sie e
zusammen tun, dann hört es sich wirklich sehr gut an,- aber.. na ja.. hin und wieder da macht Asuka dieses kreischende Geräusch und das treibt mich jedes Mal an den Rand de
Wahnsinns, und..."
"DU BIST JA PERVERS!!!!!" brüllte Ritsuko, und zog damit die Aufmerksamkeit all der anderen Mitarbeiter von NERV auf sich, die auch gerade in diesem Aufenthaltsraum waren.
Misato zwinkerte verwundert. "Wie bitte?????"
"DU! SIE! Setzt dich einfach hin und... hörst seelenruhig zu wie sie es... miteinander tun!??!" Ritsuko schnaubte vor Wut. "Commander Ikari wird dich UMBRINGEN, wenn er diese Woche
die Ergebnisse der medizinischen Untersuchung der beiden zu Gesicht bekommt!!!!".
Misato blinzelte von Neuem. Dann aber begann sie zu Lachen...
"Das ist GANZ UND GARNICHT zum Lachen, Major!" rief Ritsuko und knallte wütend ihren Kaffeebecher auf den Tisch.
"Aber sie üben doch nur für ein Konzert." lachte Misato. "Ein Schulkonzert; mit Musik."
Alle Augen waren auf Ritsuko gerichtet, die in diesem Moment am liebsten im Boden versunken wäre...
"Oh..."
"Jetzt beruhig dich mal wieder! " kicherte Misato. "Aber zumindest muss ich dir dafür danken, dass du mich so angeschrieen hast. Dadurch bin ich endlich wach geworden."
Rot wie eine Tomate versuchte Ritsuko die Fassung zu bewahren. "Na ja... so wie du es erzählt hast..." sie hüstelte. "Also was ist jetzt mit diesem Schulkonzert?"
"Hübsch aus der Affäre gezogen." erwiderte Misato nicht ganz ohne Sarkasmus. "Na ja, soweit ich weiß, wollen die Kinder am Elternsprechtag ein Konzert geben. Sollte 'ne
schöne Abwechslung zu den üblichen, langweiligen Vorträgen sein."
"Ein Konzert?" Ritsuko dachte angestrengt nach. "Rei hat aber nichts davon erwähnt."
"Na ja, ich denke mal, da es ja nichts mit ihrer Aufgabe hier bei NERV zu tun hat, dachte sie wohl, dass es unnötig wäre, es zu erwähnen." Sie hielt inne um den Rest ihre
Kaffees zu trinken. "Rei ist ja ohnehin nicht der Typ, der ungefragt eine Unterhaltung beginnt."
"Du wärst überrascht." meinte Ritsuko und lächelte geheimnisvoll. "Aber ja, ich denke im Großen und Ganzen hast du recht." sie gähnte. "Ich frage mich nur, ob
der Commander auch gern zu diesem Konzert gehen würde?"
Misato blinzelte. "Der Commander?" sie grinste. "Seit wann interessiert der sich denn noch für was anderes außer NERV?"
"Auch er hat zur Zeit nicht viel zu tun, Major." sie lächelte in sich hinein. "Und ich bin mir sicher, dass er auch gerne einmal ein wenig Zeit mit seinem Sohn verbringen
würde."
Ihre Freundin antwortete, indem sie ihre Augenbraue hob.
"Na ja, zumindest ein klitzekleinwenig Zeit - ein oder zwei Mal." verbesserte Ritsuko sich, bevor sich ihre Aufmerksamkeit wieder ihrem Kaffee zuwandte.
Misato begann zu kichern.
Ritsuko zwinkerte verwundert. "Was?"
"Weißt du, du hattest Glück, dass du mich eben unterbrochen hast." Misato stöhnte erotisch. "Ich wollte dir nämlich als nächstes davon erzählen, dass sie
heute Abend wieder 'Fingerübungen' machen."
"Hör jetzt auf damit!"
* * *
"Shinji?"
Shinji blinzelte verwundert und sah von seinem Notenblatt auf. "Ja?"
"Mir ist langweilig." Asuka gähnte und legte ihre Geige bei Seite.
Shinji blinzelte von Neuem "Oh..."
* * *
Kaoru seufzte als er die Straße hinunter ging. Dieses Wochenende war schlimm für ihn,- so wie jedes andere Wochenende in der Vergangenheit auch. Allein,- ohne Gesellschaft,-
und mit viel zu viel Zeit, um sich in seinen eigenen Gedanken zu verlieren. Gott sei Dank aber gab es da noch einige Hausarbeiten, die auf Benotung warteten, und ein Abendessen, da
zubereitet sein wollte.
Ein Lächeln huschte über sein Gesicht; So gesehen würde sein Abend vielleicht doch nicht allzu langweilig werden.
Doch kaum dass er diesen Gedanken zu Ende gedacht hatte, bereute er ihn auch schon fast wieder. Denn als er die Tür zu seinem Appartement öffnete...
...duftete es nach Kaffee...
...und Rasierwasser...
"Was zum Teufel..." Kaoru schloss hinter sich die Tür und wollte gerade die Tüten mit seinen Einkäufen absetzten, als er das kühle Metall eines Revolverlaufes im
Nacken spürte.
Kaji Ryouji trat langsam hinter ihm hervor, und meinte schließlich mit ruhiger und kühler Stimme: "Ich muss Sie warnen; es wäre besser für Sie, wenn Sie jetzt keine
hastigen Bewegungen machen würden." Er lächelte. "Ihr Kaffee hat mehr Koffein, als ich gewohnt bin, und - ehrlich gesagt - Koffein macht mich immer ein wenig nervös."
Kaoru tat einen tiefen Atemzug und seufzte. "Ich nehme nicht an, dass Sie mir erlauben werden, ihnen einen Entkoffeinierten anzubieten, oder?"
"Das hängt ganz allein davon ab, was Sie mir in den nächsten zehn Minuten erzählen werden." erwiderte Kaji unbewegt. "Wenn mir gefällt, was Sie zu sagen haben, dann
würde ich gerne eine Tasse davon nehmen. Wenn nicht, dann sollten Sie sich besser um die Blutflecken auf Ihrem Teppich Sorgen machen, als um den Kaffee."
* * *
Hätte er nicht gerade seine ganze Aufmerksamkeit anderen Dingen verschrieben, dann wäre ihm wohl aufgefallen, wie sehr sein Rücken schmerzte und wie unbequem die Position
doch war, in der er sich im Moment befand... Ich meine, das Gleichgewicht zu verlieren, und dann zwischen einem anderen Körper und der Ecke des Esstisches eingeklemmt zu werden,
würde doch normalerweise jedem einen Schmerzensschrei entlocken, oder?
Doch alles, was Shinji in diesem Moment herausbrachte war "HmPH!"
Natürlich lag das hauptsächlich daran, dass ihm sein Mund gerade zugehalten wurde,- von dem Mund von Asuka Langley nämlich. Und eben diese war dann auch ein wenig
außer Atem und schaute ziemlich besorgt aus, als sie für einen Augenblick von ihm abließ. "Geht es dir gut?"
Ihre Stimme klang verschlafen und war kaum lauter als ein Flüstern. Eine Stimme, die Shinji immer wieder sehr anziehend fand.
Und so nickte der junge Ikari dann auch, und bemühte sich ein wenig Halt zu finden, um dieser nun doch recht schmerzhaften Stellung zu entfliehen... sehr zur Freude von Asuka
übrigens, die sofort wieder ihre Arme um ihn legte, und ihn schließlich noch leidenschaftlicher als zuvor küsste.
Eine gelangweilte Asuka, musste Shinji erkennen, war etwas mit dem 'Mann' nicht spaßen durfte.
Eine Tatsache, die ihm erst recht bewusst wurde, als er spürte, wie sich ihre Hände über seinen Bauch hinweg zum Gürtel seiner Hose vortasteten. Ein gutes Dutzend
kleiner Warnlampen in seinem Kopf signalisierte ihm, dass es an der Zeit war, in Panik zu geraten,- aber sein Verstand bestand darauf, dass es nur fair wäre ...
...immerhin hatte Asuka ja auch bereits ihren Rock ausgezogen und kuschelte sich nunmehr, nur mit ihrem Höschen bekleidet, an ihn...
Langsam wich die Anspannung aus seinem Körper, und er versuchte nicht all zu sehr zu zittern, während er sich auf ihren Mund konzentrierte, der immer noch auf den seinen
gepresst war. "Mmmm..." ..von dem verliebten Spiel ihrer Zunge mal ganz zu schweigen...
* * *
Misato gähnte noch einmal und gab dann endgültig auf.
Wie auf Kommando schauten Ritsuko und Maya zu ihr hinüber und schüttelten den Kopf.
"Major, du solltest zusehen, dass du nach Hause kommst und ein bisschen Schlaf findest." sagte die Ältere von beiden, als sie sich schließlich von dem großen
Projektionsbildschirm abwandte. "Du darfst ohnehin ohne zwingenden Grund nur drei Überstunden die Woche machen."
Misato seufzte und schaute auf ihre Armbanduhr. Wie sehr hatte sie sich gewünscht die neue Woche einmal mit ein wenig Vorsprung vor der Flut an Papierkram beginnen zu können,-
doch nun da der Stapel unerledigter Berichte mittlerweile vor ihren Augen schon zu verschwimmen begann, und sie merkte, wie ihre Konzentration dahin schwand, da wurde ihr klar, dass da
wohl vorerst nur ein Wunschtraum bliebe. "Wahrscheinlich habt ihr recht." sagte sie mit einem Nicken und rieb ihre müden Augenlider. "Kommt ihr zwei mit dem Rest hier allein
klar?"
Maya nickte enthusiastisch wie immer. "Sicher, Major. Gehen Sie ruhig nach Hause und schlafen Sie sich aus."
Der Major erhob sich. "Okay. Aber seid so gut und schiebt die Berichte unter meiner Tür durch wenn ihr fertig seid, damit ich sie morgen früh durchsehen kann." sie griff nach
ihrer Jacke und gähnte "Ich hoffe die Kinder spielen heute Abend mal was Leises."
Ritsuko lächelte ein wenig gequält und nickte als Misato hinausging.
Maya sah sie fragend an. "Sempai?"
"Sie nehmen an einem Konzert in der Schule teil." erklärte Ritsuko und kicherte in sich hinein. "Ich bin froh dass du nicht dabei warst, als mir der Major heute Nachmittag davon
erzählt hat. Das war ja so peinlich!"
Das Grinsen auf Mayas Gesicht wurde immer breiter; natürlich brannte sie darauf, die Geschichte zu hören. "Wie meinen Sie das ?"
"Na ja, die Art wie Misato es erzählt hat..." sie lachte. "Da habe ich gedacht sie würde mir davon erzählen, das Shinji und Asuka Sex miteinander hätten... ziemlich
lauten Sex."
Die Gesichtsfarbe der jungen Wissenschaftlerin übertraf in diesem Moment die Farbe von Tomaten bei weitem.
"Das..das ist ja ekelhaft!"
"Genau das habe ich ja auch gedacht." Ritsuko lächelte sanft. "Aber dann hat sie mir endlich erklärt, womit die beiden sie die ganze Nacht über wach halten; mit den Proben
für ihr Konzert." Sie schüttelte den Kopf. "Ich hätte es aber wissen müssen. Ich meine, Asuka würde den armen Jungen doch glatt umbringen, wenn er versuchen
sollte sie zu berühren."
Maya lachte und nickte. "Ja, das klingt ganz genau nach Asuka, Sempai!"
* * *
"Nei...nein!" Asuka unterbrach Shinji, als er unter ihre Bluse fasste.
Verwirrt hielt der junge Ikari inne.
"Der hat keine Haken..." Sie lächelte sanft. "Da ist ein Knopf etwas weiter links..."
"Ahh...okay..." Shinjis Finger fanden prompt den Verschluss an ihrem BH, der dann auch einen kurzen Moment später mit einem 'Klick' aufging.
Asuka schnurrte wie eine Katze und bedankte sich für Shinjis Fingerfertigkeit mit einem leidenschaftlichen Kuss auf den Mund. "Mmm...du bist ja richtig gut darin...hast wohl mit Rei
geübt, oder?" neckte sie, während sie ihn vom Gürtel seiner Hose befreite.
"Unmöglich!" erwiderte Shinji, und wurde zunächst ein wenig rot um die Ohren,- dann aber lächelte er "Sie hat nämlich nur BHs mit Haken-Verschluss..."
"BAKA!" lachte Asuka als sie begann zärtlich und verspielt an seinen Lippen zu knabbern.
* * *
Kaji ließ Kaoru keine Sekunde lang aus den Augen während er einen Stuhl aus der Küche holte und damit in den Teil der Wohnung zurück kehrte, den man wohl am ehesten
als Wohnzimmer hätte bezeichnen können. Er drehte den Stuhl herum, so dass die Lehne nun vorn war, und setzte sich hin. Seine Pistole baumelte in seiner Hand, damit er sie
sofort benutzen konnte, sollte es nötig sein.
"Wissen Sie, wer ich bin?" war Kajis erste Frage.
Kaoru seufzte und schüttelte den Kopf. "Ich habe keine Ahnung. Wissen Sie ich bin nur ein einfacher Lehrer... also sollten Sie auf Geld aus sein, dann haben Sie mit mir eine sehr
schlechte Wahl... "
"Miyazaki Kaoru." unterbrach Kaji. "Alter 26. Blutgruppe A. Sie sind Lehrer für das zweite Jahr der Mittelstufe und unterrichten die Klassen A-1 und A-2 der Marduke-Highschool von
Tokio-3. Sie sagen ihr Geburtsdatum ist der erste Juni, ich habe aber Unterlagen, die besagen, dass sie am ersten Juli geboren sind." er legte seinen Kopf zur Seite. "Sagen Sie mir,
verwechseln Sie eigentlich öfter diese beiden Daten?"
Kaoru blinzelte einfach nur. Er war vollkommen sprachlos.
"Sie können mich Kaji nennen. Und wie Sie sicher schon bemerkt haben, bin ich bestimmt nicht auf Ihr Geld aus." Er grinste finster.
"Kaji?" Kaoru blinzelte verwundert.
Ryouji runzelte die Stirn. "Tut mir leid, aber sind wir uns schon einmal begegnet?"
"N...nein..." Kaoru schüttelte den Kopf, und bemühte sich schnell in eine andere Richtung zu sehen. "Es ist nur... ich kannte einmal jemanden mit diesem Namen..." er kicherte
leise in sich hinein. "Vergessen Sie's. Ist nicht wichtig."
Kaji dagegen durchforstete mittlerweile schon seine Erinnerungen nach jemand anderem, der ähnlich aussah und seinen Namen trug,- doch da gab es keinen. Trotzdem nahm er sich vor,
der Sache bei Zeiten nachzugehen. "Wenn es Ihnen nichts ausmacht, dann lassen Sie uns zur Sache kommen,- Sie haben noch genau acht Minuten."
"Acht Minuten?" Kaoru blinzelte.
Kaji nickte, und beugte sich schließlich ein wenig vor um seinen Worten mehr Ausdruck zu verleihen. "Ja genau. Acht Minuten, um mir zu erzählen, warum Sie den Piloten der
Evangelions nachspionieren.""
Kaoru gab sich alle Mühe gelassen zu bleiben. Leider aber funktionierte das nicht besonders gut angesichts des durchdringenden Blicks, den sein Gegenüber aufgesetzt hatte.
"Wa...was meinen Sie damit!?!?" stotterte er. "Ich bin ihr Klassenlehrer! Ich spioniere ihnen nicht hinterher..."
Kaji reichte hinüber zu dem kleinen Beistelltisch in der Ecke, und hob einen Gegenstand auf, den Kaoru garnicht gesehen hatte, als er zur Tür herein gekommen war.
Es war die Pappschachtel aus dem Wäscheschrank im Schlafzimmer.
Kaoru wurde blass als Kaji die Schachtel auf den Kopf drehte ...
Ein roter Syncro-Kopfhörer - leicht verbeult und beschädigt zwar, aber immer noch deutlich als solcher auszumachen - fiel auf den Teppich und federte nochmals einige Zentimeter
in die Höhe, bis er schließlich ruhig liegen blieb.
Kaoru richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf Kaji... Der Revolver in der Hand des merkwürdigen Eindringlings war nunmehr wieder auf ihn gerichtet... Er empfand es al
äußerst schwierig unter diesen Bedingungen zu atmen. "Ich...ich kann alles erklären!"
Der ständig unrasierte Mann nickte einmal kurz und lächelte. "Noch sieben Minuten."
* * *
Misatos blauer Renault Alpine A310 schlidderte in die eigens für ihn reservierte Parkbucht vor ihrem Appartement. Sie hatte für den Weg nach Hause heute etwas weniger Zeit
gebraucht als sonst,- was natürlich zum Einen daran lag, dass sie wie eine Verrückte gerast war,- aber zum Anderen auch dadurch zu erklären ist, dass sie eine rote Ampel
überfahren hatte, weil sie am Steuer beinahe eingeschlafen war.
"Ahh...trautes Heim, Glück allein.." meinte sie und gähnte. Ihr Blick ging die Fassade hinauf um zu sehen, ob die Kinder noch auf waren. Sie seufzte. "Verdammt... sind die
schon wieder dran!" meckerte sie vor sich hin, während sie die wenigen Stufen vor dem Hauseingang hoch stieg.
* * *
Asuka nahm sich fest vor, diese Art von 'Übungsstunde' öfter abzuhalten.
Eines musste man Shinji ja zu Gute halten; Wenn es ums Küssen ging, dann war er erste Klasse,- zumindest für jemanden der normalerweise schon in Ohnmacht fiel, wenn er ein
anders Paar beim Küssen beobachtete.- Was jetzt nicht bedeuten soll, dass Asuka mehr Erfahrung auf diesem Gebiet als Shinji hatte, aber irgendwie war sie im Moment der aktivere Part
von beiden und eher bereit ihr Wissen zu erweitern...
Ohnehin war die ganze Sache mittlerweile schon ein wenig intimer geworden...
Um Shinji zu zeigen, dass sie seine Reaktion auf ihre körperliche Nähe ganz und gar nicht abstoßend fand, presste sich Asuka nämlich inzwischen ziemlich eng an sein
Becken,- was sie übrigens - nebenbei bemerkt - in keinster Weise als unangenehm empfand. Ebensowenig wie sie die Tatsache zu stören schien, dass sie im Moment Probleme hatte
vernünftig Luft zu holen...
Das Gehirn des armen Shinji dagegen erinnerte im Moment mehr an einen Wackelpudding, und der einzige Weg, sich vor einer Ohnmacht zu retten, lag für ihn darin, all seine verbliebene
Energie darauf zu verwenden, Asuka so leidenschaftlich wie nur möglich zu küssen.
Und was den kleinen Teil seines Gehirns betraf, der im Augenblick nicht damit beschäftigt war, ihre Lippen zu verwöhnen... so versuchte der inzwischen mit aller Macht hinter
das Rätsel zu kommen, wie es möglich wäre Asuka den BH auszuziehen, während sie noch ihre Bluse trug... Letztendlich aber brachte ein letzter kurzer Ruck an der
richtigen Stelle dann doch die Lösung, und ihm als Dank für seine Mühen einen zufriedenen Seufzer von Asuka, die überglücklich war, dass das mittlerweile recht
beengende Kleidungsstück nun endlich am Boden lag.
* * *
Misato fluchte als sie zurück zu ihrem Wagen ging.
Wie konnte sie nur vergessen abzuschließen.
Als sie fertig war seufzte sie und machte kehrt um die Stufen die zum Hauseingang führten zum zweiten Mal an diesem Abend hinauf zu gehen. "Ich bin hundemüde..." murmelte sie
vor sich hin.
* * *
Shinji zuckte unwillkürlich zusammen, als Asuka begann seinen Nacken zu küssen.
"Autsch..."
Asuka hielt inne, als ihr klar wurde, dass ihr armer Mitbewohner immer noch in einer nicht so ganz bequemen Weise an der Tischplatte lehnte. "Uhm, Shinji-kun...wie wär's, wenn wir
woanders hingehen?"
Er nickte zögerlich. "Wo..Wohin denn?"
Der Rotschopf schaute ihm direkt in die Augen und lächelte verschmitzt. "Ich hätte da eine Idee."
Shinji begann zu schwitzen..
"Ich..." flüsterte sie in sein Ohr...während sie ihre Hand langsam seine Brust hinunter gleiten ließ. "werde jetzt ein Bad einlassen..."
"Ein Bad?" Shinji musste schlucken.
"Ja, genau." Asuka nickte, und die Art, wie ihr Haar dabei sanft über seine Wange strich gefiel Shinji sehr, auch wenn er im Moment eher am ganzen Körper zitterte.
Sie aber lächelte ihn einfach nur an, als sie fortfuhr. "Oh jaaa. Und dann lasse ich mich ganz langsam in die Wanne gleiten..."
"Ohh..."
"Aber..." Asuka machte einen Schmollmund. "ich bin so müde, Shinji... dass ich es wohl kaum schaffen werde mir meine Sachen auszuziehen..."
"Oh?"
"Und darum möchte ich, dass du zu mir kommst wenn ich in der Wanne bin, und mir dabei behilflich bist sie auszuziehen." meinte Asuka lächelnd und knabberte an seinem
Ohrläppchen.
Shinji blieb die Luft weg, als sich Asuka schließlich langsam von ihm entfernte. Sie trug nicht mehr als ihren Schlüpfer und die weiße Bluse ihrer Schuluniform, der aber
auch schon die obligatorische Schleife fehlte. "Okay..." Shinji brachte ein schwaches Nicken zustande.
"Sehr gut." meinte Asuka und zwinkerte ihm zu, während sie langsam zum Badezimmer ging. "Warte, bis ich die Wanne habe voll-laufen lassen." Sie grinste wie eine Katze, der man
gerade zum Spielen einen Wollknäuel zugeworfen hatte. "Übrigens,- hübsche Boxershorts, die du da trägst."
Shinji versuchte seine beinahe-Blöße so schnell wie möglich zu bedecken, grinste aber trotzdem... "Uh...Danke..."
"Ich seh dich dann..." meinte sie schließlich noch, bevor sie im Bad verschwand.
"Oh mein Gott..." Shinji begann zu zittern, als er hörte, wie sie das Wasser aufdrehte.
* * *
"Ich habe es Ihnen doch bereits gesagt!" schrie Kaoru zurück. "Ich weiß es AUCH NICHT!"
"Keine gute Antwort für jemanden, der nur noch drei Minuten ohne Löcher in seinem Körper zu leben hat!" erwiderte Kaji, und spannte den Abzug seiner Waffe, um seinen
Worten Nachdruck zu verleihen. "Na ja, könnten vielleicht auch noch vier Minuten sein... vorausgesetzt ich nehme zuerst Ihre Arme und Beine als Zielscheibe."
"ICH HABE ES IHNEN DOCH GESAGT!" flehte der Lehrer. "Ich liebe diese Kinder, als ob es meine eigenen wären! Ich würde ihnen NIEMALS etwas antun! Es ist einfach etwas, dass ich
im verdammten Müll gefunden habe, und..."
"Und wie steht es mit dem LCL, Kaoru?" Kaji ließ nicht eine Sekunde locker. "Haben drei Kanister mit 'Link Connect Liquid' AUCH irgendwelche sentimentale Bedeutung für Sie?"
er schob den Stuhl bei Seite. "Ich habe mich viereinhalb Jahre lang um Asuka gekümmert, Mister. Und wenn Sie denken, dass ich Sie jetzt so einfach mit einem 'Ich würde ihnen nie
weh tun'-Scheiß davon kommen lasse, dann haben Sie nicht mehr alle Tassen im Schrank."
"Wenn ich es Ihnen sagen würde," meinte Kaoru schließlich mit dem Blick eines Anklägers "dann würden Sie mir doch ohnehin nicht glauben!"
"Dann solltest du dir besser Mühe geben, sehr überzeugend zu sein, damit ich dir glaube, Kumpel." sagte Kaji. "Du hast noch zwei Minuten."
* * *
Wieder einmal stieg Misato die Stufen hoch, die zum Eingang ihres Wohnblocks führten. Diesmal aber meckerte sie nicht mit sich selbst; hatte ihr Versäumnis doch mit ihrem
Lieblingsgetränk - dem Bier - zu tun.
"Ich glaub' ich muss dem Besitzer dafür danken, dass er extra wegen mir seinen Laden nochmal geöffnet hat." Misato schmunzelte zufrieden, während sie die kleine Palette
mit den Dosen die Stufen hoch schleppte. "Obwohl, wenn ich mir so überlege, wieviel Geld ich bei ihm schon ausgegeben habe...dann ist er wohl eher mir was schuldig." Sie hatte eine
der Dosen bereits geöffnet und in ihrer Hand.
"Ich frage mich, was die Kinder jetzt gerade machen?" dachte sie noch so bei sich, während sie einen Schluck von ihrem Yebisu-Bier nahm.
Die Türen des Fahrstuhls schlossen sich hinter ihr, und nur Augenblicke später spürte sie, wie sich die Maschine in Bewegung setzte, und der Aufstieg begann.
* * *
Shinji rannte mittlerweile aufgeregt hin und her. Etwas, das natürlich erst möglich gewesen war, nachdem er sich vollständig seiner Hose entledigt hatte. Doch die Tatsache,
dass er gerade in seiner Unterwäsche durch die Küche lief, war das Letzte, das ihm im Moment Sorgen machte.
"Werden wir es jetzt tun?" flüsterte er leise. "Was wird Misato-san sagen? Was wird Vater sagen? Was wenn sie schwanger wird?" Er stöhnte auf. "Und wenn sie mich auslacht? Oh
Gott, was wenn sie mich auslacht? Oder es ihr nicht gefällt? Ich dreh' gleich durch!" meinte er halblaut zu sich selbst.
"Was wenn es mir nicht gefällt?" fragte er sich, doch strich diesen Gedanken auch sogleich wieder aus seinem Kopf. "Aber was, wenn es ihr nicht gefällt? Was, wenn sie es nicht
noch einmal tun möchte?" Er geriet in Panik. "Was, wenn ich ihr aus Versehen sage, dass ich..." Er schluckte schwer. "U..und dann lacht sie mich aus oder versetzt mir einen Tritt,
und schickt mich anschließend weg, oder..."
Er konnte das Plätschern des Wassers hören, als sie in die Wanne stieg.
"Oh Gott, ich will sie..." winselte Shinji. "Ich...Vielleicht..." sein Gesicht erhellte sich "Wir müssen es doch nicht UNBEDINGT HEUTE tun...vielleicht kann ich ja einfach...na
ja..." Er ging die anderen Möglichkeiten durch, die ihm gerade so durch den Kopf gingen. Das stundenlange Herumhängen mit Toji und Kensuke hatte immerhin genug von einem
Sexualkunde-Unterricht an sich, um zu wissen, was 'Mann' in Situationen wie dieser zu tun hatte. "...genau...Ich meine...Nicht dass ich es nicht tun will, aber ich bin mir sicher, da
sie auch lieber noch ein wenig warten möchte..." Shinjis Augen begannen geradezu zu leuchten. "Immerhin sagt sie doch selbst, das sie keine Kinder will...also will sie wohl einfach
nur..." Er wurde rot. "...sich ausziehen und..." Sein angeschlagener Verstand suchte krampfhaft nach dem richtigen Wort, doch alles was ihm einfiel war: "...und so'n Zeugs..."
In Gedanken versunken begann er sein Hemd, und Asukas BH und Rock aufzuheben, um sie später zu der anderen Schmutzwäsche in der Wäschekammer zu legen.
"Ich darf jetzt nicht weglaufen." redete er sich immer wieder selbst ein, und fügte schließlich mit einem Lächeln hinzu. "Die Asuka in meinem Kopf, will sicher nicht,
dass ich weglaufe..."
Er hörte, wie das Wasser im Bad abgestellt wurde.
Shinji kämpfte verbissen gegen den Drang ohnmächtig zu werden... und dann schließlich begann er ihn; den langen und gefährlichen Weg zum Badezimmer - ganze 15
Schritte um genau zu sein.
* * *
"Dreißig Sekunden noch." Kaji presste seinen Revolver an Kaorus Schläfe, was den armen Mann nur noch mehr zum Stottern brachte.
"Ich kann Ihnen doch nicht sagen, was ich selbst nicht weiß!" flehte er und hob seine Hände über den Kopf. "Ich wünschte ich hätte die Antworten, die sie
suchen! ABER ICH HAB' SIE NICHT! Trotzdem kann ich hier nicht weg,- nicht so lange es nicht vollendet ist."
"Bis WAS vollendet ist!?!" wollte Kaji wissen "Noch Fünfzehn!"
"ICH WEIß ES DOCH NICHT!" schrie der Lehrer verzweifelt. "Ich weiß nicht, was passieren wird! Die Dinge haben begonnen sich zu verändern! "
"Zehn! Neun!" der Lauf des Revolvers presste sich nun fester gegen seine Schläfe.
"AAHHRRGG! BITTE! SO HÖREN SIE MIR DOCH ZU!"
"Noch fünf Sekunden! Ich höre?" meinte Kaji kühl, während sein Finger bereits begann ein paar Unzen von den fünf Pfund Druck auf den Abzug auszuüben, die e
brauchte um die Waffe abzufeuern.
Kaoru begann unverständlich zu stammeln, während er nach den richtigen Worten suchte, die sein Schicksal besiegeln würden,- auf welche Weise auch immer.
"DREI!!"
"Oh mein GOTT!"
"ZWEI!!"
"Ab..."
"EINS!!!!!!!!"
"SAMAEL!!!!!" schrie Kaoru plötzlich.
* * *
Shinji lehnte mit zittriger Hand am Rahmen der Badezimmertür, nun da das Wasser im Raum dahinter abgestellt worden war.
"Asuka?" fragte er mit leiser Stimme.
"Mmm..." ihre Antwort war schon mehr ein erotisches Stöhnen, das ihn beinahe zu Boden geschickt hätte. "Komm rein, Shinji...das Wasser ist wunderbar..."
Die Türe öffnete sich....
...und Shinji hätte beinahe einen Herzanfall erlitten, als ihm klar wurde, dass es die Eingangstür zum Appartement war. Panisch zog er seine Hand von der Badezimmertür
zurück und klammerte sich verzweifelt an die Wäschestücke in seinen Händen...
... nur Sekundenbruchteile bevor Misato ihn bemerkte.
"Hey Shinji!" sie gähnte.
"Äh...Äh...Misato-san!" er betete, dass sein Gesicht mittlerweile nicht schon die Farbe von 'Rote Beete' angenommen hatte. "Du..du bist schon zu Hause?!"
Ein Plätschern, begleitet von einem erschrockenen Keuchen drang aus dem Badezimmer vor ihm.
Misato hingegen hatte nichts gehört und nickte nur. Dann jedoch hielt sie inne und schenkte ihm einen unverständigen Blick. "Sag mal, was machst du denn da mit Asuka-chan
Rock?"
"Ich...ich wollte...Wäsche waschen." Shinji nestelte nervös an den Kleidungsstücken in seiner Hand. "Ab..aber Asuka nimmt gerade ein Bad und so..."
Misato runzelte die Stirn, doch ihr leicht angesäuselter Verstand registrierte nicht mehr als Shinjis übliches, nervöses Gezeter. "Oh, dann ist ja gut." Sie nahm einen
großen Schluck von ihrem Bier. "Ach noch was. Könnt ihr Kinder es heute abend ein wenig ruhiger angehen lassen? Ich bin todmüde."
"K...klar. Kein Thema, Misato-san." Shinji verbeugte sich leicht, als Misato an ihm vorbei zu ihrem Zimmer ging. "Oh, und erinnert mich bitte daran, dass ich euch morgen früh von
Ritsuko erzähle." Sie lachte "Sie ist ja so lustig, wenn sie sich lächerlich macht."
Shinji nickte. "Gute Nacht, Misato-san." Er blickte ein letztes Mal zur Badezimmertür, bevor er sich schließlich umdrehte und schnurstracks zu seinem Zimmer schlich. Einzig
und allein als er an der Wäschekammer vorbeikam hielt er kurz inne und warf die Schmutzwäsche, die er in seine Händen hielt, noch schnell in den Wäschekorb.
* * *
Asuka Langley Sohryu saß in einer Wanne, die mit dampfend heißem Wasser gefüllt war, das ihr bis zur Nase reichte.
Ihr Haar, mittlerweile feucht von dem Dampf, hing in Strähnen von ihrem Kopf, während sie auf ihre Knie starrte... die das Einzige waren, das aus der ansonsten spiegelglatten
Wasseroberfläche herausschaute.
Ihre Stirn war gerunzelt und ihre Augenbrauen derart zusammengepresst, dass wohl einem jeden der sie sah, sofort klar sein musste, wie extrem frustriert sie war.
Ihre noch verbliebene Kleidung, weiß und völlig
durchnässt, wäre sicherlich eine Augenweide für einen gewissen jungen Eva-Piloten gewesen...hätte nicht das Auftauchen eines gewissen NERV-Majors diesen bisher
perfekt verlaufenen Abend ruiniert. Und obwohl die Gedanken an das, was noch hätte passieren können, in der Tat sehr erotisierend und sexy hätten sein können,
fühlte sich Asuka im Moment eher wie ein begossener Pudel.
"BRELABLBLLALABLALBLABLAAA!" die Blasen die sie machte waren von wütender Natur, und waren einzig und allein dazu geeignet noch mehr von dem Wasser um sie herum in seine Dampf-Form
zu überführen.
Und wäre da kein Wasser in dieser Badewanne gewesen, um ihre Flüche zu dämpfen, dann wäre diese Fangeschichte sicherlich der Zensur zum Opfer gefallen.
Es gibt nämlich keinen Weg eine Geschichte halbwegs jugendfrei zu halten, und gleichzeitig zu erklären, wie ein Kupferrohr von 12 Zoll Länge, ein Grizzly Bär und
Misato zusammenpassen, ohne dabei explizit auf sexuell anzügliche Details einzugehen.
Glücklicherweise aber hatte sich Asuka bereits ein wenig beruhigt, als sie sich zu guter Letzt zurücklehnte und ihre Lippen nicht mehr länger vom Wasser bedeckt waren. Und
so war alles was man hören konnte:
"Und dann... BRINGE ICH SIE UM!