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Retelling a Story (Abzweigung 04)

Kapitel 12 - Peinlichkeiten Erster Güte

Geschrieben von Ulrich Alexander Schmidt

Legal Boilerplate:
Sämtliche Fehler in der Charakterisierung sind ganz allein mir selbst zuzurechnen.

Dieser FanFic enthält:
Spoiler, endlose langweilige Dialoge, Warm and Fuzzy Feelings, Asuka in Bestform, Sex, Drogen und sinnlose Gewalt

Ach ja, dies ist die FSK 16 - Version !
Nein, es gibt keine anderen Versionen.

Alle Figuren, die nicht Eigentum von GAINAX sind, sind frei erfunden, jede Ähnlichkeit mit lebenden, toten oder sonstigen Personen ist unbeabsichtigt und daher rein zufällig. Mich verklagen zu wollen, würde nichts bringen, schließlich habe ich kein Geld
Zu riesigen Problemen essen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie den Arzt Ihres Apothekers.

Der junge Ikari sah nach oben, er hockte am Rande der Laufbahn des Sportplatzes der Schule, sein Blick galt allerdings dem höhergelegenen Schwimmbecken, wo sich die Mädchen der Klasse 2-A aufhielten, während die Jungs Lauftraining hatten.
Ein Maschendrahtzaun trennte das etwa höhergelegene Gelände vom Rest des Sportplatzes.
Dort oben tummelten sich seine Mitschülerinnen in ihren schwarzen Badeanzügen.
Doch seine Aufmerksamkeit galt nur dem blaßhäutigen Mädchen, welches mit dem Rücken ge-gen den Zaun lehnte, und gar nicht dazuzugehören schien.
Was sie wohl dachte?
Ob sie Angst hatte? - Immerhin stand heute für den späten Nachmittag der Reaktivierungstest von EVA-00 an. Und beim letzten Mal war sie ziemlich übel verletzt worden.
Obwohl Shinji nicht ganz nachvollziehen konnte, weshalb sie über bessere Heilkräfte verfügte als anderen Menschen, hatte er doch gesehen, in welchem Zustand sie sich bei ihrer ersten Be-gegnung befunden hatte - und soetwas sollte seiner Ansicht nach niemand durchmachen müs-sen.
Doch jetzt war von ihren Verletzungen nichts mehr zu sehen, sogar die Narbe unter ihrem Au-ge war während der letzten Woche, nachdem sie auch das große Pflaster entfernt hatte, von Tag zu Tag heller geworden, bis sie nicht einmal mehr zu erahnen war.
Ob sie wohl bemerkt hatte, wie er sie immer genau angesehen hatte?
Ayanami ließ sich nicht anmerken, ob sie Angst hatte, ob sie nervös war, oder ob sie überhaupt mental anwesend war, sie hockte nur dort oben, den Rücken gegen den Draht gelehnt, die Bei-ne - lange wohlgeformte Beine - angezogen...
Erstmals wurde ihm bewußt, daß sie von einer engelhaften Schönheit war. Sie war der erste Mensch mit blauem Haar, den er kennengelernt hatte. Ihr Körper machte einen kräftigen durchtrainierten Eindruck, dann der Kontrast zwischen dem schwarzen Material des einteiligen Badeanzuges und ihrer hellen Haut...

Und dann drehte Ayanami den Kopf und begegnete seinem Blick...

Ikari-kun sah sie an.
Warum starrte er sie so an?
Sie fühlte seinen Blick heiß auf ihrer Haut.
Und worauf starrte er? Ihren Busen? Ihre Beine?
Sah er in ihr doch nur ein Objekt?
Der Kommandant hatte sie am Vortag vor seinem Sohn gewarnt, er war nicht vertrauens-würdig, auf ihn war kein Verlaß.
Aber er hatte doch gegen die Engel gekämpft und gesiegt... und er war zurückgekommen...
Sollte sich der Kommandant irren? Oder... hatte er sie vielleicht belogen?
Nein, das konnte nicht sein, der Kommandant würde sie nie belügen...

„Eh, Ikari, wo schaust du denn hin?“

Shinji zuckte zusammen, fühlte sich ertappt.
Toji hatte sich an ihn herangeschlichen, legte ihm jetzt kumpelhaft einen Arm um die Schultern und lümmelte sich dabei halb auf ihn.

„Na, sag schon? Ja, unter unseren Mädchen sind schon ein paar ganz ansehnliche, was? Ruri da drüben, die hat doch mächtig Holz vor der Hütte, oder? Oder unsere Klassensprecherin, klasse Beine, nicht?“

„Äh...“

„Aber... ach so... Ayanami... na, was gefällt dir am besten an ihr? Diese hellen straffen Schen-kel?“

„Das... das ist es nicht.“

„Ach. Und das soll ich dir jetzt glauben?“

„Äh, ja.“

Suzuhara verdrehte die Augen.
„Himmel, das macht wirklich keinen Spaß. Was für ein Kerl bist du eigentlich?“

„Uhm...“

„Schon gut, schon gut, ich mache doch nur Spaß, Kumpel. Na, soll ich dir helfen?“

„Was? Wie? Äh...“

„Ich könnte dir ein paar Tipps geben, wenn es um Schnecken geht. Oder soll ich ein bißchen nachhelfen und euch beide zusammenbringen?“

Shinji hob abwehrend die Hände.
Irgendwie war ihm Suzuhara lieber gewesen, als er ihm noch eine scheuern wollte, anstatt plötzlich sein bester Kumpel zu sein.
„Es ist wirklich nicht so.“

„Ach, stimmt ja, du wohnst ja mit dieser tollen Braut zusammen. Mensch, ich beneide dich, Al-ter, das glaubst du nicht!“

„Misato ist nicht... ich wohne nur bei ihr. Uhm, außerdem ist sie meine Vorgesetzte...“

„Ja, so eine Vorgesetzte hätte ich auch gerne. Aber sie scheint dir ja nicht zu reichen, so wie du Ayanami die ganze Zeit schon ansiehst.“

„Toji, bitte...“
Dem größeren Jungen schien es einen unglaublichen Spaß zu machen, ihn aufzuziehen. Als Shinji wieder nach oben sah, war Ayanami vom Zaun verschwunden.
Er verspürte Bedauern, wieder eine verpaßte Gelegenheit...

*** NGE ***


Diesen Nachmittag standen keine Tests auf dem Programm, schließlich waren heute die Reak-tivierungstests für EVA-00.
Misato hatte Frühschicht gehabt, als Shinji heimkam, war sie selbst gerade zurückgekommen und stand unter der Dusche, wie ihm die achtlos hingeschleuderten Schuhe und da Wasserrau-schen verrieten.
Er sah sich um, ob sie in der kurzen Zeit es wieder geschafft hatte, ein heilloses Chaos anzu-stellen, dies schien zu ihren am stärksten ausgeprägten Talenten zu gehören.
Seufzend hob er ihr Uniformjackett auf und hängte es ordentlich über die Stuhllehne, wo es heruntergefallen zu sein schien, dann schaute er in den Vorratsschrank, was er kochen könnte.
Natürlich hatte er darüber schon mehrmals an diesem Tag nachgedacht und war in Gedanken die Vorräte durchgegangen.

PenPen lugte aus seinem Kühlschrank und sah ihn erwartungsvoll an.

Shinji konnte sich an den Vogel einfach nicht gewöhnen.
Ein Wellensittich, das war ein normales Haustier, oder ein Papagei, ein Hund oder auch eine Katze. - Aber ein Pinguin?
„Ja, ja, du kriegst gleich ´was.“

Die Badezimmertür wurde zugeschlagen, als Misato aus dem Bad kam und sie hinter sich zu-kickte. Sie trug Jeansshorts und ein recht knappes Top, welches bei Shinji starke Schweißaus-brüche hervorrief.
Obwohl er sich bemühte, sich auf das Essen zu konzentrieren, fing er in Gedanken an, Misatos körperliche Vorzüge mit denen anderer weiblicher Personen zu vergleichen, die er in den letz-ten Wochen kennengelernt hatte.
Ob Ayanami wohl...
Er schluckte.
Das war keine Art, wie er von ihr oder Misato denken sollte...

„Ah, Shinji, du bist ja schon da.“
Sie grinste ihn an und ging, ein Handtuch um die Schultern, in ihren Raum, nur um sogleich wieder zurückzukommen.
„Ich habe da ´was für dich.“

„Hm?“

„Hier.“
Sie hielt ihm eine ID-Card mit seinem Bild unter die Nase.
„Deine neue Security Card.“

„Ähm, danke.“

„Das System wurde umgestellt. Mit den alten Karten kommt ihr nicht mal mehr in den Zug. Ach ja, und die hier auch - Reis neue Karte, Ritsuko hat vergessen, sie ihr zu geben, könntest du sie ihr vielleicht nach dem Essen vorbeibringen? Sonst wird nichts aus dem Test heute abend - und der wiederum ist der Grund dafür, daß ich heute Doppelschicht schieben darf und sie ihr nicht selbst vorbeibringen kann. Du tust mir doch sicher den Gefallen, oder?“

„Uhm...“
Er fühlte, wie sein Gesicht heiß wurde.
Er sollte bei Ayanami vorbeigehen? Er wußte doch gar nicht, wo sie wohnte. Und unangemel-det bei einem Mädchen vorbeizugehen, das schickte sich doch nicht...
Trotzdem konnte er nicht anders, als ihr Bild anzusehen.
Ihre Augen waren so leer, so nichtssagend, ihr Gesicht auf dem Foto verriet kein Gefühl.
Wie konnte ein Mensch einen derart leeren Blick haben...
Er hatte sie am Tag seiner Ankunft gesehen, als sie verletzt auf der Rollliege gelegen hatte, als er sie festgehalten hatte. Da war etwas anderes in ihrem Blick gewesen - Schmerz, aber auch eine stumme Bitte nach Hilfe.

„Hui, Shinji, du wirst ja knallrot, was hast du denn auf einmal?“

„Ah... ich... nichts...“

„Du bist du nicht etwa verliebt?! Hm, Rei ist eigentlich ein ganz nettes Mädchen, immer folg-sam, gibt keine Widerworte, zuverlässig...“

„Misato... sie ist doch keine Sache... ähm... und außerdem... außerdem liegst du ganz falsch... uhm, ich kenne sie doch kaum... und... ah... ich weiß gar nicht, wo sie wohnt... und... uh... kannst du sie nicht anrufen und... und ihr Bescheid sagen?“
Er stammelte sich etwas zurecht, fragte sich zugleich, wie sie nur auf solch eine Idee kommen konnte. Sicher, er hatte zu Ayanami einen wahrscheinlich viel besseren Draht als seine und ihre Mitschüler, und sicher, er wollte nicht, daß sie zu Schaden kam, und sicher, sie sah toll aus, aber weshalb kam Misato nur auf eine solche Idee...

Misato lachte.
„In ihrem Wohnblock ist der Handy-Empfang gestört - deshalb auch das neue Sicherheitssys-tem. Ich gebe dir noch schnell die Adresse, bring ihr nur die Karte bis sechzehn Uhr vorbei.“

Wie konnte sie das nur von ihm verlangen, er hatte noch nie einen Mitschüler zuhause besucht, weder in Tokio-3 noch vorher , und erst recht keine Mitschülerin... auf soetwas wurde man von niemandem vorbereitet, das war etwas ganz anderes, als einen EVANGELION zu steu-ern...

*** NGE ***


Eine Stunde später befand er sich in einem Bezirk von Tokio-3, der ihm den ersten Eindruck vermittelte, dort vielleicht während eines der beiden Kämpfe mit EVA-01 hindurchgetobt zu sein.
Die Gebäude um ihn herum befanden sich in verschiedenen Baustadien, Konstruktionslärm von Preßlufthämmern und Sägen war ebenso allgegenwärtig wie Motorengeräusche.
Er blickte an einem verwahrlost erscheinenden Gebäude hinauf, vor dem sich die Müllsäcke stapelten.
Rasch verglich er die Adresse mit jener auf dem Zettel, den Misato ihm geschrieben hatte, bei-de stimmten überein.

Er suchte auf dem Klingelschild Ayanamis Namen, fand ihn, drückte den Klingelknopf.
Nichts geschah, aus dem Lautsprecher der Gegensprechanlage kam nur ein dumpfes Brummen.
Die Haustür war nur angelehnt.
Shinji überlegte.
Vielleicht war Ayanami gar nicht da, vielleicht war sie bereits zum Hauptquartier unterwegs... wäre es dann nicht besser, wenn er versuchte, so schnell wie möglich selbst dorthin zu kom-men, um ihr die Karte zu bringen? Bestimmt stand sie schon vor dem Haupttor und fragte sich, weshalb ihre alte Karte nicht funktionierte...
Und wenn sie nicht zum Hauptquartier unterwegs war?
Vielleicht war sie auch einkaufen, auch wenn ihm keine Läden in der Nähe aufgefallen waren, dann würde er sie verpassen und...
Er seufzte.
Am besten versuchte er es noch einmal an der Türklingel ihres Apartments, wenn sie nicht da war, konnte er ihr eine Nachricht hinterlassen und am Zugang zur Geofront auf sie warten.
Je länger er über den Plan nachdachte, umso besser erschien ihm sein Einfall.

Das Treppenhaus war voller Abfall, um welchen Shinji vorsichtig herumnavigierte.
Dem Aufzug hatte er nicht mehr als einen kurzen Blick geschenkt, angesichts des Zustandes des Hauses funktionierte er wahrscheinlich gar nicht.

Vierter Stock... Apartment 402...

Auch hier war der Flur schmutzig und voller Abfall, einen Hausmeister gab es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht - oder vielleicht lag er auch unter dem ganzen Dreck...

Das Namensschild wies auf die Identität der Bewohnerin hin.
Ayanami... hier also lebte sie, ganz allein...
Wie es wohl sein mochte, sein ganzes Leben allein verbracht zu haben...
Er hatte wenigstens jemanden gehabt, der sich um ihn gekümmert hatte... aber irgendwo waren ihre und seine Kindheit vergleichbar...
Kindheit... als ob diese Zeit schon so lange zurücklag... als ob er nicht vierzehn, sondern vier-zig Jahre alt war... und doch, vielleicht war seine Kindheit in dem Moment zu Ende gegangen, als er das erste Mal in den EVA gestiegen war... oder vielleicht im Augenblick seiner Ankunft in Tokio-3...

Auch hier drückte er auf den Klingelknopf, doch er hörte keinen Ton aus der Wohnung, vor deren Tür er stand.
Die Klingelanlage mußte kaputt sein, auch dies war keine Überraschung.
Was ihn allerdings verwunderte, war die Tatsache, daß Ayanami dennoch hier wohnte, daß man sie hier wohnen ließ.
Es stellte alles auf den Kopf, was er bisher über das Verhältnis zwischen ihr und seinem Vater gefolgert hatte. Wenn sein Vater sie an Kindesstatt aufgenommen und erzogen hatte, wie konnte er sie dann allein in diesem Gebäude wohnen lassen... wahrscheinlich gab es hier Ratten von der Größe von Schäferhunden... von Küchenschaben und anderem Getier ganz zu schwei-gen! Wahrscheinlich hatte sein Vater bei ihr als Erziehungsperson genauso versagt, wie bei ihm selbst...
Noch einmal versuchte er es mit der Klingel, bevor er sich aufs Klopfen verlegte.
Die Tür schwang knarrend auf - sie war gar nicht geschlossen gewesen!
Shinji schluckte.

Vor ihm erstreckte sich ein kurzer dunkler Korridor, dahinter ein abgedunkeltes Zimmer, in dem er von seinem Standort aus nur Umrisse wahrnehmen konnte.
Die Wohnung entsprach der Bauweise, die vor dem Second Impact in den überbevölkerten Städten Japans verwandt worden war - nach dem Impact hatte es Platz genug gegeben, so daß man wieder großzügiger baute...
„Ayanami?“ rief er leise, ohne Antwort zu erhalten. „Uhm, Ayanami, bist du da?“
Er trat über die Schwelle.
„Ich bin´s, Shinji... äh, ich komme jetzt rein... uhm, ich habe deine neue ID-Card, Misato hat mich geschickt...“
Jetzt, drei Schritte tiefer in der Wohnung, konnte er schon besser sehen.
Die Einrichtung des Hauptraumes vor ihm bestand aus einem ungemachten Bett, einem kleinen Kühlschrank und einem Schränkchen mit mehreren Schubladen.
Der Boden war mit Papieren, Verpackungstüten und gebrauchtem Verbandszeug übersät, letz-teres konzentrierte sich in einer Ecke zu einem Haufen.
Auf dem Bett lagen die Sachen, welche Ayanami üblicherweise trug - ihre Schuluniform -, da-vor stand ein Paar Schuhe.
Nur das Mädchen, welche diese Sachen normalerweise trug, fehlte.
Von dem Raum ging eine offenstehende Tür ab, hinter der eine kleine Küche lag.
„Ayanami?“ versuchte er es noch einmal.
Es war so finster in dem Raum, daß er befürchtete, über irgendetwas stolpern zu können.
Shinji trat mit einem großen Schritt zu dem breiten Fenster und öffnete die Jalousie einen Spaltbreit, so daß etwas mehr Licht hineinfiel, schließlich sollte Ayanami ihn erkennen, wenn sie plötzlich heimkommen sollte, schon damit sie ihn nicht für einen Einbrecher oder schlimme-res hielt.

Auf dem schmalen Schränkchen lag eine Brille in einem offenen Etui.
War das ihre? Hatte Ayanami eine Brille?
Er hatte sie noch nie damit gesehen... vielleicht benutzte sie normalerweise Kontaktlinsen...
Vorsichtig griff er nach dem Gestell und hob es an.
Irgendwie kam es ihm bekannt vor.
Die getönten Gläser waren gesplittert, das rechte fehlte größtenteils, der Rahmen selbst war mit Klebeband zusammengeflickt.
Da war ein kleiner Namensaufkleber an der Innenseite des einen Bügels - G. Ikari...
Die Brille seines Vaters...

Er hörte ein Geräusch, eine Tür, die geschlossen wurde...
Sicher war Ayanami zurück...
Shinji drehte sich um, die Brille immer noch in Händen.

Die Tür, die geschlossen worden war, war jene zur Küche gewesen - er hatte ja nicht wissen können, daß man von dort in das winzige Bad der Wohnung gelangen konnte.
Es war tatsächlich Ayanami, die dort stand und ihn ansah.
Ihr Gesichtsausdruck verriet einen Moment lang Überraschung.
Wahrscheinlich hätte Shinji einen Anflug von Genugtuung oder sogar Freude verspürt über dieses Anzeichen, daß es sich bei ihr um keinen gefühlslosen Roboter handelte, wäre da nicht die Tatsache gewesen, daß ihre einzige Bekleidung aus Badelatschen und einem um die Schul-tern geschlungenen Handtuch bestand...

Shinjis Kinnlade klappte nach unten.
Er ließ die Brille fallen, sie fiel auf den Boden zwischen die Bandagen.
Aus seiner Kehle entrann ein leises Keuchen.
Ayanami war nackt... und Blau war ihre natürliche Haarfarbe...
Wie hatte er nur...
Was machte er denn...
Rasch wandte er den Blick ab.
Es schickte sich nicht, sie anzustarren, war ohne jeden Respekt...
„Tut... tut mir leid... ich wollte nicht... wollte nicht...“ stammelte er, die Augen vorsichtshalber mit dem Arm abschirmend, um nicht unabsichtlich einen weiteren Blick auf ihren alabasternen Körper zu erhaschen, ansonsten stand er da wie gelähmt.
„Wirklich, das...“

Einen Augenblick lang hatten sich ihre Augen geweitet, als sie die Brille fallen sah.
Sie ging an ihm vorbei, bückte sich nach der Brille, ergriff sie vorsichtig wie einen zerbrechli-chen Schatz.
Die Brille des Kommandanten, heruntergefallen, als er die heiße Luke aufgestemmt hatte, um sie aus dem EntryPlug zu holen, damals, nach dem fehlgeschlagenen ersten Aktivierungstest von EVA-00, zerbrochen auf dem harten Boden des alten Test-Areals in der Geofront... ihr einziger Schatz, ihr einziger Hinweis darauf, daß es Menschen gab, denen sie nicht völlig egal war...
Und Ikari-kun hatte sie fallengelassen...
Glücklicherweise war sie nicht noch stärker beschädigt worden...
Weshalb regte Ikari-kun sich derart auf? Gut, sie hatte ihn nicht hineingebeten, aber es würde schon einen wichtigen Grund geben, weshalb er sich in ihrer Wohnung aufhielt.
Rei richtete sich auf, um die Brille an ihren Platz im Etui zurückzulegen.

„Ich... uh... ich habe nichts gesehen...“ stieß Shinji hervor.
Endlich wich die Lähmung aus seinen Gliedmaßen. Zugleich übernahm der Fluchtreflex.
Er mußte weg, mußte aus der Wohnung, es war nicht richtig, wenn er sich hier aufhielt, solan-ge sie nicht bekleidet war, war es ihr gegenüber respektlos...
Doch schon der erste Schritt, den er tat, endete im Desaster, sah er in seinen Bemühungen, den Blick von ihr abgewandt zu halten, doch nicht, wohin er trat.
Im nächsten Moment verhakte sich sein Fuß schon mit dem ihren, er verlor das Gleichgewicht und stürzte mit den Armen rudernd nach vorn. Dabei versuchte er noch Halt zu finden, fand ihn auch in etwas weichem, zugleich straffen und nachgiebigen. Doch auch dieser Halt gab nach...

Ikari-kun brachte sie genau in dem Moment zu Fall, als sie sich noch nicht ganz aufgerichtet hatte, sonst hätte sie wahrscheinlich ihr Gleichgewicht behalten können. Als er dann auch noch versuchte, sich an ihr festzuhalten, stürzte auch sie, fand sich schließlich am Boden liegend wieder mit seinem Gewicht auf ihr.

Shinji riß während des Sturzes die Augen weit auf.
Doch er schlug nicht hart auf, konnte den Fall mit den Händen abfangen.
Dann erkannte er, was er angerichtet hatte - er hatte Ayanami ebenfalls umgerissen, war auf ihr gelandet.
Wieder war er wie gelähmt.
Ihr Haar roch nach Shampoo, kein starker Geruch, nur ein Geruch nach Seife und Sauberkeit...
Ihrer Haut haftete ein Geruch an, den er automatisch mit LCL assoziierte, egal welche Ge-schmackszusätze Doktor Akagi auch verwandte...
Ihr warmer Atem streifte sein Gesicht, während sie ihn erneut überrascht ansah, nicht ängstlich oder wütend...
Ihre Haut fühlte sich noch etwas feucht an, war auch etwas kühl...
Und dann bemerkt er, daß seine Hand auf der linken ihrer apfelförmigen Brüste lag...

„Könntest du aufstehen?“ fragte Rei leise mit fester Stimme.
Zwar hatte sie keine Befürchtungen, von seinem Gewicht zerquetscht zu werden, doch er übte einen unbequemen Druck auf ihre rechte Hüfte aus.
Sie war verwirrt. Die Berührung seiner Hand auf ihrer Brust hätte sie sogar als irgendwie an-genehm einstufen können, wenn er nicht so fest zugedrückt hätte, wie ein Ertrinkender, der sich an einen Rettungsreifen klammerte.
Aber wenigstens hatte sie die Brille weder losgelassen, noch sich an den Bruchkanten der Glä-ser geschnitten.

Was...
Ohne später imstande zu sein, seinen Bewegungsablauf nachvollziehen zu können - und dabei schneller als ein gewöhnlicher Mensch - schoß er regelrecht in die Höhe und machte einen wie-ten Satz aus dem Zimmer hinaus bis in den schmalen Korridor.
„Argh... das... das wollte ich nicht... wirklich nicht...“

Rei erhob sich, legte die Brille auf das Schränkchen und griff dann nach der bereitliegenden Kleidung, zog sich ohne Hast an.
In ihren Augen war Ikari-kun kein Feind, auch wenn er ungefragt in ihre Privatsphäre einge-drungen war. Seltsamerweise kümmerte sie das überhaupt nicht, doch es lag nicht daran, daß andere Menschen ihre Privatsphäre ohnehin zumeist nicht beachteten, daß sie genaugenommen eine solche gar nicht besaß, schließlich hatte die Mission bei allem Vorrang. Ikari-kun aller-dings schien bemüht, ihr mit Respekt zu begegnen, schien den Vorfall zutiefst zu bedauern, jedenfalls entschuldigte er sich ohne Unterbrechung. Wofür? - Daß er sie umgestoßen hatte? Das war ein Unfall gewesen... dabei machte er doch sonst keinen so tolpatschigen Eindruck... Oder daß er sie nackt gesehen hatte? Das hätte sich ohnehin über kurz oder lang nicht vermei-den lassen, schließlich benutzten sie im Hauptquartier dieselbe Umkleidekabine, wenn auch an verschiedenen Tagen oder wenigsten verschiedenen Zeiten...
Weshalb also erinnerte seine Gesichtsfarbe an eine überreife Tomate? Und weshalb starrte er auf seine Hände, als gehörten sie nicht zu ihm?
Aber es mußte einen Grund geben, warum er hier war, irgendetwas wichtiges...
„Was willst du?“ fragte sie, hoffte, daß er mit seinem unzusammenhängenden Gestammel auf-hörte.

Überrascht hielt er tatsächlich inne und wandte automatisch den Kopf, nur um sofort wieder zurückzuzucken, als er sah, daß sie mittlerweile zwar mit einem weißen Höschen bekleidet, aber damit beschäftigt war, ihren Büstenhalter am Rücken einzuhaken. Sein Gesicht nahm so-fort einen noch tieferen Rotton an.
„Äh... äh... ich... Misato... die Karte...“
Seine Gedanken waren völlig durcheinander.

„Welche Karte?“
Endlich hatte sie ihren BH geschlossen.
Wer auch immer diesen Verschluß entwickelt hatte, war äußerst ineffizient verfahren, den Verschluß am Rücken anzubringen... vielleicht hätte Ikari-kun ihr helfen können, aber einerseits hatte man ihr beigebracht, niemals um Hilfe zu fragen, wenn sie eine Sache auch allein erledigen konnte, andererseits machte er keinen äußerst kompetenten Eindruck in diesen Dingen...

„Deine... deine neue ID-Card... Misato... sie hat gesagt... du könntest sonst nicht ins Haupt-quartier... und es sei dringend... ah... äh...“

Sie setzte sich auf ihr Bett, begann, ihre Socken überzustreifen.
Warum konnte er nicht einfach zusammenhängend berichten? Hatte man ihm nie gesagt, daß dies einer Verständigung viel zuträglicher war?
Aber die neue Karte war wichtig, das stimmte. Wenn sie sich zum Test verspätet hätte, wäre der Kommandant unzufrieden ob der Verzögerung gewesen. Ikari-kun hatte also wirklich nicht grundlos in ihr Apartment betreten. Als Eindringling sah sie ihn gar nicht erst.

„Sie hat mich... uh... vorbeigeschickt und... ich... ich hatte unten geklingelt und die Haustür war offen... und dann hatte ich hier geklingelt... uhm, ich meinte, an der Wohnungstür und... ah... aber die Klingel scheint kaputt zu sein... und da habe ich geklopft... und deine Tür war auch offen und da wollte ich eine Nachricht... Tut mir leid...“

Warum wiederholte er sich nur immerzu? Daß es ihm leidtat wußte sie inzwischen.
Sie hatte also wieder vergessen, die Tür fest genug zuzuziehen, die seit einiger Zeit nicht mehr richtig schloß, folglich lag ein Teil der Verantwortung dafür, daß er ihre Wohnung betreten hatte, bei ihr selbst. Eine andere, fremde Person hätten die Sicherheitskräfte, welche sie rund um die Uhr beschützen sollten, sicherlich aufgehalten...
Aber wenigstens hatte er ihr eine Nachricht hinterlassen wollen, er war also doch in der Lage, entsprechende Gedankengänge zu verfolgen, alles andere hätte auch der Einschätzung wider-sprochen, die sie sich von ihm gemacht hatte.
Sie griff nach ihrer Bluse.
„Leg die Karte einfach hin.“

„J-ja.“
Mit zitternden Fingern holte er die Karte aus seiner Hemdstasche und legte sie auf den kleinen Kühlschrank.
„Es tut mir leid... wirklich...“
Noch einmal schluckte er.
Sie wandte ihm den Rücken zu, knöpfte gerade ihre Bluse zu.
Hatte sie gar keine Angst, gar keine Sorge, er könnte...
Wenn sie die Tür offenstehen ließ, konnte jeder in ihre Wohnung und...
Warum hatte sie nicht um Hilfe gerufen, oder war in die Küche gelaufen, wie wohl eine norma-le Reaktion ausgesehen hätte...
„Ich... ah... ich warte unten auf dich... und...“
Er schluckte wieder.
„Es tut mir leid.“
Damit warf er sich herum und floh regelrecht aus der Wohnung.

*** NGE ***


„Verdammt...“ flüsterte Shinji. „Verdammt... verdammt... verdammt...“
Wie hatte es nur soweit kommen können?
Sicher haßte sie ihn jetzt, glaube, er hätte sich ihr aufdrängen wollen...
Er war Dreck, Unrat, nichts wert...
Er würde verstehen, wenn sie ihn bei der Polizei anzeigte, schließlich hatte er in ihrer Wohnung nichts verloren gehabt, hätte einen Zettel ebensogut unter der Tür hindurchschieben können...
Shinji saß auf einer Bank neben dem Hauseingang, von der die Farbe schon vor langer Zeit ab-geblättert zu sein schien.
Jetzt war er fast froh über den Baulärm, übertönte er doch seine eigenen Gedanken.
Dann sah er Ayanami und wäre am liebsten im Boden versunken vor plötzlich wiederaufkom-mender Scham. Sie trug jetzt wieder ihre Schuluniform, die einzige Kleidung, in der er sie kannte, sah man von der PlugSuit ab. Doch seine Phantasie spielte ihm im ersten Augenblick einen Strich und zeigt ihm eine Ayanami, die nicht einmal mehr ein Handtuch trug...

Rei verließ das Haus.
Ikari-kun saß auf der alten Bank neben dem Eingang, immer noch - oder schon wieder? - mit hochrotem Kopf.
Sie sah ihn kurz an, setzte sich dann in Bewegung in Richtung der Bahnstation.
Er senkte den Blick, blieb sitzen.
Wollte er denn nicht mitkommen?
Oder wollte er vielmehr noch ein wenig auf der Bank sitzenbleiben? - Gut, sollte er, schließlich war seine Anwesenheit bei den Tests nicht erforderlich...
Dann rief er plötzlich ihren Namen.

„Ayanami, gehst du zum Hauptquartier? Warte doch!“

Hinter sich hörte sie hastige Schritte.
Er lief ihr nach, hoffentlich nicht, um sich wieder endlos für etwas zu entschuldigen, das sie selbst fast schon wieder vergessen hatte.
Doch daß er, nachdem er zu ihr aufgeschlossen hatte, nur schweigend und schuldbewußt auf seine eigenen Füße blickte, während er wenigstens zwei Schritt Abstand hielt, war auch nicht viel besser. Auch in der Bahnstation stand er neben ihr wie ein Fremder.
Das Schweigen hatte etwas bedrückendes, war ganz anders als die Stille, an die sie gewöhnt war, die sie meist selbst in ihrem Kopf erschuf als Barriere gegen den Lärm der Welt.

Die Bahn kam.
Die beiden Teenager stiegen ein in den leeren Wagen, nahmen an entgegengesetzten Enden Platz.

Ayanami holte ein kleines Notizbuch aus der Tasche, begann darin zu lesen.

Was wohl in dem Büchlein stand...
Shinji hatte sie schon mehrmals in dem Buch lesen sehen, wenn sie nichts anderes zu tun hatte.
Die Stille stand zwischen ihnen wie eine Mauer, aber er brachte kein Wort hervor, so sehr er sich auch den Kopf zermarterte.
Nachdem, was er getan hatte, konnte sie ihn nur hassen, er hatte sie berührt, auf eine Art und Weise, zu der er nicht das geringste Recht gehabt hatte...

Der Zug hielt in einer jener Stationen, von denen auf man per Aufzug in die Geofront gelangen konnte. Schweigend stiegen sie aus, Rei voran. Beiläufig benutzte sie ihre neue ID-Card, um den Aufzug zu aktivieren.
Als die Türen aufglitten, trat sie in die Liftkabine.
Ikari-kun folgte ihr nicht, blieb draußen stehen...
Die Türen schlossen sich bereits wieder, ohne daß er sich in Bewegung setzte.
Was sollte das?
Warum kam er nicht? Immerhin hatte er sich doch so bemüht, zu ihr aufzuschließen...
Mit einer blitzartigen Geste hämmerte sie die Faust gegen den Schalter der Tür, trat einen hal-ben Schritt vor, um zu verhindern, daß sie sich ganz schlossen, sah ihn fragend an.

Shinji hatte vor dem Aufzug gestoppt.
Wie sollte er die scheinbare endlose Fahrt in der engen Kabine mit Ayanami überstehen? Er fühlte sich ja jetzt schon mehr tot als lebendig. Sein Herz hämmerte so heftig, daß er vermein-te, seine Brust würde zerspringen, zugleich verkrampften sich seine Eingeweide.
Er konnte da nicht hinein, nicht jetzt...
Doch Ayanami verhinderte, daß die Türen sich schlossen.
Weshalb tat sie das? Sie mußte doch befürchten, daß er während der Fahrt die Gelegenheit ausnutzte...
Und doch sah sie ihn fragend an und drehte sich zur Seite, so daß er hineingehen konnte.

„Worauf wartest du? Wir haben nicht ewig Zeit?“

„Uhm, ja, Ayanami...“
Mit zitternden Knien schob er sich in die Liftkabine, drückte sich dabei mit dem Rücken derart gegen die Wand, daß zwischen ihm und Ayanami ein Lkw hätte hindurchfahren können.
Dann gab sie die Tür frei, erlaubte, daß die Türen sich schlossen und der Aufzug sich in Bewe-gung setzte.
Wieder breitete sich diese furchtbare Stille aus...
Shinji preßte die Lippen zusammen.
Wenn er nicht bald etwas sagte, würde die Stille für immer zwischen ihnen stehen...
Und noch mehr als jetzt konnte sie ihn nicht hassen...
„Ayanami... hast du... hast du gar keine Angst?“

„Angst? Wovor?“
Was wollte er? Natürlich gab es etwas, vor dem sie Angst hatte, sie fürchtete sich zu versagen, hatte Angst davor, daß die Mission scheiterte... aber das konnte er nicht meinen, er wußte ja nicht einmal von der Mission...

„Wovor...? Uhm, naja, in den EVA einzusteigen... beim letzten Mal wurdest du so schwer ver-letzt...“

Das also wollte er wissen, ob der EVA ihr Angst machte...
Nein, der EVANGELION selbst bereitete ihr keine Furcht, nur die Dunkelheit, die in ihm zu lauern schien, die sie bis in ihre seltenen Träume verfolgte, die der Grund dafür war, daß sie manchmal den Zeitpunkt des Einschlafens soweit wie möglich hinauszögerte... die Dunkelheit, welche sie zu hassen schien...
Aber darüber konnte sie nicht mit ihm sprechen, er würde es nicht verstehen, wie auch, EVA-01 war angeblich perfekt, Ikari-kun würde ihre Furcht diesbezüglich nicht nachvollziehen kön-nen, niemand konnte das, auch Doktor Akagi nicht, der gegenüber sie es angesprochen hatte - und die nur gelacht und sie angesehen hatte, als ob sie den Verstand verloren hätte...
„Hast du keine Angst?“
So verhielten sich doch die Menschen - eine unliebsame Frage mit einer Gegenfrage beantwor-ten...

Shinji holte tief Luft.
Sie sprach mit ihm...
„Ich... natürlich habe ich Angst... es wäre seltsam, wenn es anders wäre...“
Es lag ihm auf der Zunge, von der bösartigen Dunkelheit zu sprechen, die nach ihm griff, wenn EVA-01 gegen einen Engel kämpfte... aber das würde sie ihm wohl nicht glauben, wo er doch selbst nicht einmal wußte, ob die Finsternis ihren Ursprung nicht in seinem eigenen Herzen hat-te...
Ayanami blickte ihn lange schweigend an, der Blick ihrer scharlachroten Augen bohrte sich bis in sein Herz, bannte ihn.

„Hast du keinen Glauben in die Arbeit deines Vaters?“

Ihre Stimme klang so sanft...
Was sollte diese Frage?
Sein Vater...
Vertrauen...
Seinem Vater vertrauen...
Nein, das konnte er nicht, er hatte kein Vertrauen in die Arbeit seines Vaters.
„Wie... wie sollte ich, bei diesem Vater?“

Rei sagte nichts, blickte ihn nur an.
In ihren Augen war Enttäuschung zu lesen.
Ihre Finger zuckten...
Ikari-kun vertraute dem Kommandanten nicht... wie konnte er seinem Vater nicht vertrauen... wie konnte er ihr soetwas sagen?
Ohne den Kommandanten würde er nicht existieren... und sie ebenfalls nicht, wenn der Kom-mandant nicht das von Yui Ikari begonnene Klonprojekt zu Ende geführt hätte, dessen Ergeb-nis sie war... sie selbst war das Ergebnis der Arbeit des Kommandanten, und wenn Ikari-kun nicht an das Werk seines Vaters glaubte, dann glaubte er auch nicht an sie...
In diesem Augenblick hätte sie ihn ohrfeigen können...
„Kommandant Ikari ist der einzige, an den ich glaube.“ flüsterte sie.
Damit brach sie den Blickkontakt.

Copyright of the Charakter by GAINAX / Text by Ulrich Alexander Schmidt